Wettbewerb Dorniacker, Urtenen – Schönbühl, 1. Preis, 2025

Das Dorniackerquartier ist ein Quartier wie viele andere im Dorf. Es ist nicht sehr dicht bebaut und hat keine besondere Identität. Einzig die Lage auf einem markanten Hügel unterscheidet es von den anderen Quartieren. Bestehende Bewohner*innen fühlen sich hier zuhause. Daher soll Bestehendes nicht verdrängt, sondern sinnvoll weitergeführt werden.

Das Quartier soll sozial verdichtet werden, was bedeutet, dass hier künftig mehr Menschen wohnen. Das klare städtebauliche Konzept verleiht dem Ort eine starke Haltung und eine eigene Identität. Räumlich und sozial ist die Allmend das zentrale Element im Zentrum der Überbauung. Diese Mitte ist offen für verschiedene Nutzungen wie Fussball spielen, Herumtoben, mit dem Hund spazieren, Menschen treffen, die Sonne geniessen, Drachen steigen lassen, sehen und gesehen werden. Nicht nur für Bewohner*innen aus dem Dorniacker, sondern auch darüber hinaus. Hier begegnet sich Jung und Alt.

Die Modulation des Geländes bietet verschiedene Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten und dient gleichzeitig als Puffer zu den Wohnhäusern. Fusswege in das umliegende Quartier stärken die Vernetzung mit der Umgebung und bieten eine Auswahl an unterschiedlichen Wegen. Der Dorniacker wird so zu einem Teil des Quartiers. Nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit werden sechs der zehn bestehenden Gebäude belassen und aufgestockt. Vier werden durch Ersatzneubauten mit zeitgemässen Grundrisskonfigurationen ersetzt. Was angefügt, aufgestockt und ergänzt wird, folgt einer einheitlichen Sprache als Holzbau, aber je nach Situation in unterschiedlicher Ausprägung, sodass jede und jeder erkennt, in welchem Haus er oder sie zuhause ist.

Planungsteam:

psarch, Peter Sägesser, Sozialraumplanung

Aebi & Vincent Architekten AG

Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt

Christian Wiesmann stadt – raum – planung

Bauingenieur: WAM Planer und Ingenieure AG

Kontextplan: Mobilität und Verkehr

2AP: Kostenplanung