sozialraumanalysen

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Sozialraumanalysen beschäftigen sich meistens einseitig mit der Abbildung sozio-struktureller Daten. Sie bilden quantitativ und räumlich den Bestand an sozialen und soziokulturellen Einrichtungen ab und greifen auf statistische Daten über die Bevölkerungszusammensetzung, Steuerbelastung oder Wohndauer am Wohnort zurück. Diese eher quantitative Analyse kann mit einer - eher qualitativen - Untersuchung der Lebenswelten verknüpft werden. Hier werden die von der Bevölkerung tatsächlich genutzten, erlebten und gestalteten Sozialräume untersucht. Dabei geht es darum, wie sich die Bevölkerung Räume aneignet, wie sie diese gestaltet und welche Bedeutung diese Räume haben.

Politische (wirtschaftliche, religiöse) Prozesse, bauliche Massnahmen und Gegebenheiten und die individuellen und kolletkiven Akteure gestalten den Sozialraum. Dazu kommt der Faktor Zeit. Um diese verschiedenen Faktoren zu erfassen, bietet sich eine Kartographie des Sozialraumes an, die neben geografischen und baulichen Gegebenheiten auch die sozialen Bezüge, Netzwerke, Interaktionen und Zusammenhänge erfasst.

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