gentrifizierung und stadtentwicklung

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Bauliche Dichte, Heterogenität der Nutzungen, der Bevölkerung und Lebensweisen, Überraschendes und Unkontrolliertes sind wichtige Elemente einer lebendigen Stadt. Mit der Verlagerung sozialer Funktionen in private Räume und der Privatisierung öffentlichen Raumes verlieren Stadt und öffentlicher Raum Teile davon und damit ihre Funktion als Ort des Handelns, der Politik und des sozialen Austausches. Zusätzlich tragen die Krise der Erwerbsarbeit aufgrund globaler Kräfte und die Polarisierung der Gesellschaft in Integrierte und Ausgeschlossene zur Auflösung sozialer Bindungen und der Städte bei. Mit dem Abbau von Sozialleistungen, Gentrifizierung und Privatisierung des städtischen Raumes und präventiven Sicherheitsmassnahmen versuchen Stadtregierungen, attraktive Bedingungen für Firmen und gute Steuerzahler zu schaffen. Dadurch werden aber sozial und ökonomisch Schwache aus Teilen der Stadt verdrängt und ausgeschlossen. Als Alternative zu den fehlenden staatlichen Ressourcen für eine soziale (Stadt-) Entwicklung bieten sich die Ressourcen der Quartierbewohner an. Empowerment befähigt diese, einen eigenen Beitrag zur Problemlösung zu erbringen und soziale Unterstützung aktivieren zu können.

Publikation: Geschlossene Stadt, Stadtentwicklung und Gentrifizierung, Edition Soziothek, 2004. Die Publikation kann hier gegen einen Unkostenbeitrag von 25.- Sfr. als pdf bestellt werden. Inhaltsübersicht

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