Stadtentwicklung ehemaliger Industrieareale

Abklärung verschiedener Überbauungsmöglichkeiten anhand von Modellen

Für die Stadt Bern reichten wir 2010 das Projekt "Planung Warmbächli" beim kantonalen Wettbewerb zur Förderung qualitativ herausragender Wohnbauprojekte ein. Die Eingabe wurde mit 250'000.- Franken ausgezeichnet.

Stadtentwicklung und Imageverbesserung

Als Ersatz für die bestehende Kehrichtverwertungsanlage (KVA) am Warmbächliweg wurde die neue KVA im Forsthaus West gebaut. Durch die Verlagerung dieser Infrastrukturanlage wird an zentraler Lage ein grosses Areal frei. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes soll das Areal nun quartierverträglich umgenutzt werden. Anvisiert ist eine ausgewogene Mischung von Wohnen und wohnverträglichen Arbeits- und Freizeitnutzungen. Dabei soll der Schwerpunkt auf dem Wohnen selbst und auf Wohnergänzungsnutzungen (Cafés, Läden, Studios, etc.) liegen, die mit Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor ergänzt und durch neu gestaltete Aussenräume aufgewertet werden.

Zwei Besonderheiten prägen die Planung: Die Verlagerung der Infrastrukturbaute KVA und die Einbettung ins Quartier und damit dessen Aufwertung. Viele Infrastrukturanlagen wie die KVA stehen heute in Wohnquartieren und belasten dort mit ihren Emissionen (Lärm, Verkehr, Gerüche) die Wohn- und Lebensqualität. Auch das Holligenquartier leidet darunter und unter dem entsprechend schlechten Image. Gemäss dem räumlichen Stadtentwicklungskonzept sollen zur Entlastung von Wohnquartieren diese emmissionsträchtigen Anlagen an andere Standorte verlagert werden. Die KVA wird als erste dieser Anlagen an den neuen Infrastrukturstandort Forsthaus West verlegt.

Durch die Verlagerung der KVA bietet sich die Chance, das Image des Quartiers, den Wohnungsmix und das Angebot an Kultur, Freizeit und Gewerbe zu verbessern. Das KVA-Gelände bietet sehr gute Voraussetzungen für einen Imagewandel: schöne Wohnlage (südwest orientierter Hang), zentrumsnah und den offengelegten Stadtbach vor der Haustüre. Bestehende, identitätsstiftende kulturelle Zwischennutzungen sollen weiterhin Platz haben. Einerseits wird das Projekt damit Teil des bestehenden Quartiers, andererseits wird es ihm neue wirtschaftliche, kulturelle und soziale Impulse bringen. Die Grösse und Lage des Areals lässt es zu, dass die verschiedenen Nutzungen so aufeinander abgestimmt werden, dass ein vielfältiges Ensemble entsteht.

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