Soziale Verdichtung

bestehende Situation der Siedlung BIWO

Für die Stadt Bern reichten wir 2011 das Projekt "Planung BIWO Ausserholligen" beim kantonalen Wettbewerb zur Förderung qualitativ herausragender Wohnbauprojekte ein. Die Eingabe wurde mit 250'000.- Franken ausgezeichnet.

Soziale Defizite mit massvoller Verdichtung beheben

Die bestehende Wohnsiedlung wurde in den Jahren 1959 bis 1961 erstellt und entspricht nach einer Nutzungsdauer von über 50 Jahren nicht mehr den technischen und strukturellen Anforderungen des heutigen Wohnungsbaus. Wachsende Defizite bei der sozialen und demographischen Struktur erfordern eine etappierte Gesamterneuerung. Die Erneuerung des Gebäudebestandes auf der Grundlage des bestehenden städtebaulichen Siedlungsmusters ist ein wichtiges Kriterium für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung. Mit einer massvollen Verdichtung der bestehenden Nutzung um ca. 20% bieten die Ersatzneubauten der Siedlung langfristig gesehen bedeutend grössere Möglichkeiten für eine zukunftsgerichtete Modernisierung als eine Gesamtsanierung. Anvisiert wird eine Wohnüberbauung, welche den heutigen und zukünftigen Anforderungen entspricht. Der Schwerpunkt selbst soll auf einem familien-freundlichen Wohnungsangebot liegen. Dazu beitragen wird auch der grosszügige Aussenraum, welcher eine Art Innenhof bildet und somit weiterhin von sehr hoher Qualität für die Überbauung sein wird.

Die Erneuerung der Wohnsiedlung mit Ersatzneubauten erlaubt es, an dieser guten und zentralen Lage, neue und attraktive Wohnungen auf den Markt zu bringen. Es soll ein Quartier entstehen, das den Grundsätzen einer ganzheitlichen, nachhaltigen Entwicklung verpflichtet ist. Vorgesehen ist ein breites Wohnangebot. Die Wohnungen sollen preisgünstig sein und für Familien ein attraktives Wohnumfeld bieten. Die Nähe der Wohnsiedlung zu Gewerbenutzungen, Freizeitangeboten und die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr machen den spezifischen Charakter des Areals aus. Bis 10% der Nutzfläche kann, z.B. am Zugang zu der Siedlung, durch Ateliers und Kleingewerbe genutzt werden. Durch den Ersatzneubau werden sämtliche Wohnungen hindernisfrei zugänglich sein.

Integration der Quartierbevölkerung

Mit dem Preisgeld sollen optimale Voraussetzungen für eine soziale, kulturelle und altersmässige Integration und Durchmischung geschaffen werden. Das können kommunikationsfördernde Begegnungsorte bei der Gestaltung der Aussenräume (Quartierplatz und Neuschaffung von natürlichen Lebensräumen), bei der Gestaltung der Innenräume (geschützte Aufenthaltsbereiche) und weitere unterstützende Massnahmen sein. Sämtliche Massnahmen werden einen wesentlichen Beitrag zu einem nachhaltigen Wohnungsbau leisten.

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